Herausforderung für die heimische Recyclingbranche

Mit Beginn des Jahres stoppte China den Import von Kunststoffabfall aus Europa und stellt die Europäische Union vor eine große Herausforderung.

Bisher wurden ca. 30 Prozent des anfallenden Kunststoffabfalls in der EU wiederverwertet, der Großteil wurde zum Recycling nach China exportiert. Damit ist nun Schluss: seit Anfang des Jahres besteht ein Importverbot. Damit kommt es auf dem europäischen Markt zu einem Überangebot, welches die EU zu neuen Vermarktungswegen und Maßnahmen zwingt.


EU-Kommissar Günther Oettinger setzt als Ziel für 2030, dass das gesamte Verpackungsmaterial auf dem EU-Markt wiederverwertbar ist. Weiters sollen wirtschaftliche Anreize für Recyclingunternehmen gesetzt werden, der Verbrauch von Einweg-Plastik reduziert und die generelle Müllvermeidung gefördert werden. Ebenfalls soll die Recyclingquote in der Industrie deutlich erhöht werden, denn nur wenn der gewonne Sekundärrohstoff in der Produktion Anklang findet, kann eine funktionerende Kreislauwirtschaft entstehen.